Stolpersteine Gangelt FamilienGeschichtenKontakt

Einleitung

Die Stolpersteine sind ein Projekt des Künstlers Gunter Demnig, das im Jahr 1992 begann. Mit im Boden verlegten kleinen Gedenktafeln soll an das Schicksal der Menschen erinnert werden, die in der Zeit des Nationalsozialismus verfolgt, ermordet, deportiert, vertrieben oder in den Suizid getrieben wurden.

2015 fand sich eine Gruppe von Bürgerinnen und Bürgern der Gemeinde Gangelt zusammen, die an die Schicksale der jüdischen Familien in Gangelt erinnern wollte. Es folgten viele Monate voller Recherchen, Interviews, Quellenprüfungen, Abstimmungen mit der Verwaltung und dem Büro von Gunter Demnig.

Am Ende der Nachforschungen stand die Verlegung von insgesamt 43 Stolpersteine an zehn Verlegestellen in den Jahren 2016 bis 2018.

Weiterhin wird an 258 Patienten der Gangelter Einrichtungen Maria Hilf erinnert, die Opfer der nationalsozialistischen “Rassenhygiene” wurden. Der weitaus größte Teil dieser Gangelter Psychiatrie-Patientinnen fand im Tötungsprogramm “Aktion T4”, dem Mord an geistig Behinderten und psychisch Kranken, den gewaltsamen Tod.